Saargummi: Sanierungskonzept muss sich am Erhalt des Standortes und Sicherung von Arbeitsplätzen orientieren

20. August 2010

Saargummi: Sanierungskonzept muss sich am Erhalt des Standortes und Sicherung von Arbeitsplätzen orientieren

Der Wirtschaftsausschuss des saarländischen Landtages hat sich in seiner heutigen Sitzung erneut mit der Situation des Büschfelder Unternehmens Saargummi beschäftigt.

Im Nachgang zu dieser Sitzung erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Merzig-Wadern Anke Rehlinger: „Das anstehende Sanierungskonzept muss sich streng am Erhalt des Standortes und der Sicherung von Arbeitsplätzen orientieren. Dies muss der Unternehmensleitung klar sein und dies muss die Landesregierung auch ihrerseits unmissverständlich zum Ausdruck bringen. Liquiditätsprobleme des Unternehmens dürfen nicht kurzfristig gelöst werden, indem der Kern des Unternehmens durch Verkäufe und Verlagerungen ausgehöhlt wird. Eine derartige Strategie hilft vielleicht den Investoren und Geldgebern, die Beschäftigten gehen allerdings leer aus. Das kann nicht sein. Im Zweifelsfall ist eben ein größeres finanzielles Engagement der Anteilseigner erforderlich.“
Die Abgeordnete, die selbst aus dem Hochwald stammt, kann überdies den Unmut vieler Beschäftigter nachvollziehen, dass zwar einerseits massiver Arbeitsplatzabbau betrieben wird, andererseits aber Überstunden und Leiharbeit regelmäßig vorkämen.
„Dafür habe ich kein Verständnis. Dies ist ein Schlag ins Gesicht der Arbeitnehmer und keine gute Grundlage für künftige Verhandlungen. Ich erwarte, dass die Unternehmensführung mit offenen Karten spielt. Der Standort Büschfeld ist für die Hochwald Region, vor allem aber auch für die Existenz vieler Familien von entscheidender Bedeutung. Daher müssen wir auch weiterhin für jeden Arbeitsplatz kämpfen“, so Rehlinger.

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