PCB-belastete Fische: Unvoreingenommene Ursachenforschung statt ideologischer Grabenkämpfe
23. August 2010PCB-belastete Fische: Unvoreingenommene Ursachenforschung statt ideologischer Grabenkämpfe
„Auch nach der heutigen Sitzung des saarländischen Umweltausschusses bleibt es für uns bei den beiden klaren Forderungen. Erstens, differenzierte Beprobung unterschiedlicher Fischarten, vor allem von bevorzugten Speisefischen. Dies ermöglicht, den saarländischen Anglern auch differenzierte Verzehrempfehlungen zu geben. Die rund 17.500 saarländischen Angler müssen klar wissen, welche Fische sie und ihre Familien unbedenklich essen können. Zweitens, unvoreingenommene Ursachenforschung, damit der weitere Eintrag von Giftstoffen in Saar und Mosel verhindert, zumindest aber minimiert werden kann“, so die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Anke Rehlinger.
Hintergrund der Debatte ist die nachgewiesen hohe Belastung der Fische in Saar und Mosel mit für den Menschen gefährlichem PCB bzw. Dioxin.
Rehlinger kritisiert in diesem Zusammenhang das Verhalten der Landesregierung: „Die von Staatssekretär Borger vorschnell und einseitig vorgenommenen Schuldzuweisungen in Richtung Bergbau sind im Sinne einer objektiven Ursachenforschung wenig hilfreich. Ideologische Grabenkämpfe helfen hier nicht weiter. Es ist nach den heutigen, sehr viel moderater klingenden, Ausführungen der Landesregierung nicht auszuschließen, dass es mehrere Ursachen für den Giftstoffeintrag gegeben kann. Insoweit begrüßen wir um so mehr die Bereitschaft des RAG-Konzerns auf freiwilliger Basis ein Monitoring durchzuführen bzw. die eigenen Probenergebnisse transparent zu machen. Es steht zu befürchten, dass uns dieses Thema noch lange Zeit begleiten wird“, so Rehlinger.
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